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Papstbruder Georg Ratzinger verstorben

Bistum Regensburg/Jakob Schötz

Der Bruder des emeritierten Papstes Benedikt XVI, Georg Ratzinger, ist tot. Er starb nach bisher unbestätigten Informationen heute kurz nach 11 Uhr in seiner Wohnung in der Regensburger Innenstadt. Der frühere Domkapellmeister wurde 96 Jahre alt. Ratzinger war zuletzt schwerkrank, sein Bruder hatte ihn im Juni überraschend in Regensburg besucht und bereits da Abschied genommen. Wo Georg Ratzinger bestattet wird, ist noch unklar. Dass sein Bruder erneut zu den Trauerfeierlichkeiten anreisen wird, gilt als eher unwahrscheinlich.

"Orgel-Ratz" soll sein Spitzname im Priester Seminar gewesen sein. Denn im Gegensatz zu Bruder Joseph, dem späteren Papst Benedikt, hatte es Georg Ratzinger neben der Theologie auch die Musik angetan. Jetzt ist der ehemalige Domkapellmeister der Regensburger Domspatzen im Alter von 96 Jahren gestorben.

Bereits als 11Jähriger spielte Georg Ratzinger Kirchenorgel. 1935 trat er in das Kleine Seminar in Traunstein ein, wo er ersten professionellen Instrumentalunterricht erhielt.

Im Krieg wurde er verletzt und geriet in amerikanische Kriegsgefangenschaft.  Nach Kriegsende trat er gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Josef in das Priesterseminar der Erzdiözese München und Freising ein. Und gemeinsam mit seinem Bruder wurde Georg Ratzinger 1946 zum Priester geweiht

1964 wurde er Domkapellmeister der Regensburger Domspatzen und blieb es ganze 30 Jahre bis 1994. In der Zeit bestritt er mit dem Knabenchor mehr als 1.000 Konzerte im In- und Ausland und festigte den internationalen Ruf des Chores. Hin und wieder ließ Ratzinger eigene Kompositionen erklingen.

Als sein Bruder 1977 zum Erzbischof von München und Freising geweiht wurde, war er mit dem Chor der Domspatzen dabei.

1994 trat er von seinem Amt als Domkapellmeister zurück.

Seine Karriere wurden im Nachhinein vom Missbrauchsskandal bei den Domspatzen überschattet. Im Abschlussbericht des Sonderermittlers hieß es, Ratzinger müsse sich vor allem vorwerfen lassen, dass er weggeschaut habe und trotz Kenntnis von Gewaltvorfällen nicht eingeschritten sei.

Mit der Wahl seines jüngeren Bruders zum Papst begann 2005 für Georg Ratzinger die ungeplante zweite Karriere. Als engster Verwandter des Kirchenoberhaupts wollte alle Welt von ihm wissen, wie Benedikt XVI. denn so ist, beruflich und privat.

Die Brüder waren ein Leben lang sehr verbunden.  Jedes Jahr hat Georg Ratzinger Benedikt den XVI  im Vatikan besucht.Zuletzt war er allerdings zu schwach dazu. Deshalb ist der emeretierte Papst zu ihm nach Regensburg gekommen.

Meldung vom 01.07.2020 15:25 Uhr

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